hueskens14Von Anfang an auf verlorenem Posten stand Ministerin Kolb bei der Förderung der Gleichstellung in Sachsen-Anhalt. Demzufolge wurde das Landesprogramm für mehr Geschlechtergerechtigkeit eher pflichtschuldig erarbeitet und entsprechend inhaltsleer musste auch die halbstündige Rede von Ministerin Kolb zur Regierungserklärung „Sachsen-Anhalt auf dem Weg zu mehr Gleichstellung“ heute ausfallen. Vor allem die eigenen Zielvorgaben für die Landesverwaltung (u.a. 40% Frauen in Führungsfunktionen) werden zum Teil erheblich verfehlt und konterkarieren den Anspruch der Ministerin, die Landesregierung sehe die Gleichstellung von Männern und Frauen als ein „zentrales Politikfeld“ an.

“Dass das Land es offensichtlich nicht schafft, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, lässt natürlich erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Ziele aufkommen”, so Lydia Hüskens, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Vorsitzende. “Wenn die Landesregierung bzw. die große Koalition im Bund und im Land Sachsen-Anhalt an Ihrer Forderung nach einer Quote auch in Richtung der Wirtschaft festhalten, zwingen sie sich selber, ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden – die Zeit läuft”, so Hüskens abschließend mit Hinweis auf das absehbare Ende der Legislatur in Sachsen-Anhalt.

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