Marcus Faber: Einführung des Straftatbestands der „Datenhehlerei“

Marcus Faber: Einführung des Straftatbestands der „Datenhehlerei“

Magdeburg. Der Vorstoß des hessischen Justizminister Jörg-Uwe Hahn, den Straftatbestand der Datenhehlerei einzuführen, wird von der FDP Sachsen-Anhalt unterstützt. Der stellv. Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, Marcus Faber, erklärt hierzu:

“Nutzerdaten sind in der heutigen digitalen Welt bares Geld wert. Wenn diese digitalen Identitäten zur persönlichen Bereicherung missbraucht werden, dann sollte dieses Vorgehen genauso strafrechtlich verfolgt werden, wie der Diebstahl eines Telefons.”

Die FDP Sachsen-Anhalt hat sich bereits auf ihrem Parteitag vor 2 Jahren im April 2010 dafür stark gemacht, Datenhehlerei als Straftatbestand einzuführen. Nach unserer Auffassung gehört zur “Datenhehlerei” auch der Ankauf von vertraulichen Bankdaten aus der Schweiz.

Placebokonvent

Placebokonvent

Der Kulturkonvent steht kurz vor Weihnachten unter keinem guten Stern. „Er protestiert gegen die sinkende Kulturförderung des Landes just zu dem Zeitpunkt, an dem in der Bereinigungssitzung des Finanzausschusses der Haushalt des Kultusministeriums mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen wird. Die Terminplanung des Konvents ist ein Desaster“, so Veit Wolpert, FDP-Landesvorsitzender.

Der Kulturkonvent tagt erstmals öffentlich mit dem Fokus auf dem Kulturetat des Landes, muss dabei auf Norbert Eichler, den Chef-Haushälter des Landes verzichten, der den Landtagsabgeordneten im Finanzausschuss zeitgleich Rede und Antwort stehen muss.

Es ist ohnehin ein Witz, dass sich der Kulturkonvent von einem Mitarbeiter des Kultusministeriums zur Etatentwicklung vortragen lässt, wenn er einen wichtigen Mitarbeiter des Finanzministeriums in seinen Reihen weiß. Das zeigt, dass der Kulturkonvent offenbar nur ein Feigenblatt ist, was die Finanzierung der Kultur durch das Land betrifft. Entscheidungen fallen woanders.

Der Kulturkonvent tagt öffentlich, ohne dass dies hinreichend auf der Website des Landes und des Landtages kommuniziert würde. Man fürchtet offenbar den Protest derjenigen, die von absehbaren Kürzungen oder gar Schließungen ihrer Einrichtungen betroffen sein werden. „Die Außendarstellung des Kulturkonvents ist unterirdisch“, so Veit Wolpert.

In der Rubrik „Mitgestalten“ auf www.landtag.sachsen-anhalt.de kommt der Kulturkonvent ebenso wenig vor wie im „Einmischen-Portal“ der Landesregierung; ein Internet-Forum, auf dem konzeptionell mitgedacht und mitdiskutiert werden kann, kommt nicht in die Gänge. Der Kulturkonvent hat einen schwachen Start. Und wenn’s so weiter geht, wird er nicht die Medizin verabreichen, die die Kulturlandschaft vor dem Hintergrund der demografischen Krise benötigt, sondern nur ein Placebo verabreichen ohne jegliche Wirkung für den Patienten Kulturlandschaft – nach dem Motto: „gut, dass wir darüber gesprochen haben.”