Faber (FDP): Nein zu präventiver Telekommunikationsüberwachung und Ausspähung privater PCs

Faber (FDP): Nein zu präventiver Telekommunikationsüberwachung und Ausspähung privater PCs

Die geplanten Änderung des „Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung“ kritisiert der stellv. Landesvorsitzende und medienpolitische Sprecher der FDP Sachsen-Anhalt, Marcus Faber scharf.

„Mit der geplanten Gesetzesänderung verlässt Innenminister Stahlknecht das Fundament des Rechtsstaats. Wenn die Polizei ohne Richtervorbehalt und für Tage Telefone blockieren kann, wenn private Telefonate auch im Privatbereich mitgeschnitten und PCs heimlich ausgespäht werden, dann ist der Weg frei in den Überwachungsstaat,“ sagte Faber.

Die FDP ist die Rechtsstaatspartei in Sachsen-Anhalt und unterstützt auch deshalb die Bedenken des Landesdatenschutzbeauftragten, Harald von Bose, der die Streichung der Telekommunikationsüberwachung und der Rasterfahndung aus dem Gesetzesentwurf forderte.

„Gut gemeint ist nicht gleich gemacht, so auch hier. Unter dem Vorwand der Abwehr von Anschlägen in Sachsen-Anhalt, der Hilfe für Suizidgefährdete und des Schutzes von Polizisten werden von Holger Stahlknecht (CDU) die Grundrechte aller Bürger und ganz besonders die gesellschaftlicher Minderheiten, wie „Ausländer, Obdachlose, Homosexuelle und Drogenabhängige“ massiv und unverhältnismäßig beschnitten. Jede wissenschaftliche Studie wird dabei getrost ignoriert,“ so Faber abschließend mit Verweis auf die ebenfalls vorgesehenen HIV- und Hepatitiszwangstests für die genannten Gruppen.

Faber (FDP): Nein zu präventiver Telekommunikationsüberwachung und Ausspähung privater PCs

Junge Liberale Sachsen-Anhalt wählen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt haben am 30. November, dem ersten Tag ihres Landeskongresses in Magdeburg, Marcus Faber mit überragender Mehrheit zum JuLi-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013 gewählt. Faber ist stellvertretender Vorsitzender der FDP Sachsen-Anhalt und ehemaliger JuLi-Vorsitzender.

„Wir sind überzeugt, dass Marcus ein Kandidat ist, der liberale Belange mit Ehrgeiz und Entschlossenheit verfolgen wird, wie er es bisher auch stets getan hat.“, so der Landesvorsitzende Steffen Lucke, der bei der Vorstandswahl in seinem Amt bestätigt wurde.

Zu seinen Stellvertretern wurden Hans Heidelberg (Kreisverband Magdeburg) und Martin Hoffmann (KV Halle) ernannt. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt nun Stefan Thormann (KV Halle). Die Beisitzer Yana Mark (KV Halle), Tobias Gehrke (KV Magdeburg) und David Huros (KV Harz) komplettieren den Landesvorstand.

Am zweiten Tag hat man sich der inhaltlichen Debatte und Antragsberatung zugewendet.

Diskriminierung bleibt Diskriminierung – egal aus welchem Anlass man diskriminiert!

Diskriminierung bleibt Diskriminierung – egal aus welchem Anlass man diskriminiert!

Zu der Forderung nach HIV-Zwangstest von Innenminister Stahlknecht zeigt sich der Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt Veit Wolpert entsetzt.

„Wer Zwangstests für Risikogruppen ins Auge fasst, der verlangt im nächsten Schritt vielleicht eine Kartei für Homosexuelle im Land oder bildet eine Kommission für die Registrierung. Da hilft auch kein Dementi via Pressemitteilung. Herr Stahlknecht hat sich verrannt und sollte – er ist ja auch Sportminister – schnellstens zurückrudern. Sonst leistet sich das Land Sachsen-Anhalt den denkbar größten Ansehensverlust. Sonst gefährdet die Landesregierung von Sachsen-Anhalt all das, was viele mit alltäglicher Arbeit in der AIDS-Hilfe, mit konsequenter Aufklärung und Werbung für Toleranz, zu sehen im Straßenbild auf einer großen Plakatkampagne, leisten. Menschen dürfen niemals diskriminiert, zu Menschen zweiter Klasse gemacht werden. Jeder hat in unserer pluralistische Gesellschaft das Recht auf einem eigenen Lebensentwurf, auf Toleranz und Mitgefühl.“

Wolpert abschließend: „Man darf niemanden unter einen Generalverdacht stellen, nur weil er nicht den Normen und Werten des Innenministers von Sachsen-Anhalt entspricht.“

Landeskongress der Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt

Landeskongress der Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt

Am 30. November und 1. Dezember tagen die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt ab 18 Uhr im Birkenhof, Hans-Grade-Str. 66, in Magdeburg.

Auf der Tagesordnung stehen dabei die inhaltliche Debatte, eine Vorstandswahl sowie die Wahl des JuLi-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013.

Inhaltlich wird man sich mit dem Leitantrag „Haushaltspolitik in Sachsen-Anhalt – ein Land vor dem Offenbarungseid“ beschäftigen. Dabei geht es darum, konkrete Vorschläge für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Haushaltgestaltung des Landes zu machen und zu angemessenen Sparbemühungen aufzurufen.

„Wir freuen uns auf eine ertragreiche Diskussion und einen produktiven Landeskongress. Interessenten und Gäste sind herzlich willkommen und angehalten, daran teilzunehmen.“, so der Landesvorsitzende Steffen Lucke.

Faber (FDP): Nein zu präventiver Telekommunikationsüberwachung und Ausspähung privater PCs

Marcus Faber im Interview über den Kulturkonvent

Marcus Faber stellte sich den Fragen des Blogs zur Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, “Magdeburg kann MEHR!”

Frage: Herr Faber, Sie sind kulturpolitischer Sprecher der FDP Sachsen-Anhalt, was ist für Sie die vorrangigste Aufgabe des Kulturkonvents?

Faber: Als Nachfolger des Kultursenats muss der Kulturkonvent Vorschläge machen, wie Kulturpolitik und Kulturförderung im Land Sachsen-Anhalt bei sinkenden Landeshaushalten aussehen kann. Dabei gilt es klare Schwerpunkte zu entwickeln die auch über das Jahr 2020 hinaus bestand haben können und von einer Subventionierung durch das Land zunehmend unabhängiger werden.

Frage: Kann diese Aufgabe erfüllt werden, wenn etwa der Vorsitzende des Konvents, Olaf Zimmermann, den Konvent auch als finanziellen Bittsteller beim Land sieht?

Faber: Nein, so kann diese Aufgabe nicht erfüllt werden. Das Problem des Kulturkonvents ist seine Zusammensetzung. Hier werden finanziell Abhängige beauftragt ein Konzept für die Reduzierung ihrer „Droge“ zu erstellen. An diesem Interessenkonflikt ist der Konvent bisher erwartungsgemäß gescheitert. Sinnvoller wäre ein langfristiges Finanzkonzept der hier untätigen Landesregierung, welches die Künstler dann “nur noch“ mit ihren inhaltlichen Prioritäten füllen müssten.

Frage: Sie sehen die Landesregierung also am Zug?

Faber: Ja, die Landesregierung ist am Zug ein realistischen finanziellen Rahmen zu setzen. Wenn das Land den Kommunen eine Grundschulplanung bis 2029 zumutet muss die Landesregierung selbst auch ihre Kulturausgaben bis 2029 planen können. Bisher tut sie jedoch alles um sich davor zu drücken, etwa mit der Delegation dieser Aufgabe an den dafür nicht geeigneten, eigens gegründeten Kulturkonvent. Erst wenn die CDU-SPD-Regierung ihre Hausaufgaben macht können auch die Kulturschaffenden im Land wie langfristig planen.

Mit freundlicher Genehmigung von Magdeburg kann MEHR!