Faber: Wir brauchen diese Autobahn! Das Landesverwaltungsamt muss jetzt zügig handeln

Faber: Wir brauchen diese Autobahn! Das Landesverwaltungsamt muss jetzt zügig handeln

Zum urteilsbedingten Baustopp der A 14 Nordverlängerung meint der stellv. Landesvorsitzende der FDP, Dr. Marcus Faber:

“Wir brauchen diese Autobahn. Die Entwicklung des nördlichen Sachsen-Anhalts hängt wesentlich vom Weiterbau der A14 ab. Das Urteil ist ein herber Rückschlag, auch wenn die meisten Einwände abgewendet wurden.”

Zum urteilsbedingten Baustopp der A 14 Nordverlängerung meint der stellv. Landesvorsitzende der FDP, Dr. Marcus Faber:

“Wir brauchen diese Autobahn. Die Entwicklung des nördlichen Sachsen-Anhalts hängt wesentlich vom Weiterbau der A14 ab. Das Urteil ist ein herber Rückschlag, auch wenn die meisten Einwände abgewendet wurden. Was wir jetzt brauchen ist ein schnelles und entschiedenes Handeln der schwarz-roten Landesregierung und des Landesverwaltungsamts. Es ist Zeit das die gemachte Fehler behoben werden.”
Die FDP unterstützt den Bau der A14 Nord von Anfang an und hat den Bau auch während ihrer Regierungszeit im Land massiv voran getrieben.

Stendal, 08.01.2014

Verantwortlich und bei Rückfragen:
Marcus Faber

FDP: „Kahlschlag bei Grundschulen findet kein Ende”

FDP: „Kahlschlag bei Grundschulen findet kein Ende”

Die FDP in Sachsen-Anhalt hat die geplante Mindestschülerzahl für Anfangsklassen und die Verdopplung der Mindestschülerzahl der Grundschulen von Beginn an massiv kritisiert. Dazu erklärt die stellv. Landesvorsitzende Dr. Lydia Hüskens:

„Das Motto des Kultusministers scheint zu sein: ‚Der Letzte macht das Licht aus‘. Nachdem das Ende vieler kleiner Schulen im ländlichen Raum bereits beschlossene Sache ist, plant das Land nun weiteren Schulen den Boden unter den Füßen zu entziehen.

Die FDP in Sachsen-Anhalt hat die geplante Mindestschülerzahl für Anfangsklassen und die Verdopplung der Mindestschülerzahl der Grundschulen von Beginn an massiv kritisiert. Dazu erklärt die stellv. Landesvorsitzende Dr. Lydia Hüskens:

„Das Motto des Kultusministers scheint zu sein: ‚Der Letzte macht das Licht aus‘. Nachdem das Ende vieler kleiner Schulen im ländlichen Raum bereits beschlossene Sache ist, plant das Land nun weiteren Schulen den Boden unter den Füßen zu entziehen. Dabei wird völlig ignoriert, dass gerade auf dem flachen Land Geburtenraten naturgemäß nicht konstant verlaufen. Auf einen schwachen Jahrgang kann schon mit dem Zuzug einiger Familien ein stärkerer folgen. Das Land negiert die Realitäten und schließt mit den Schulen teilweise die letzten erhaltenen Gemeinschaftszentren in vielen Orten. Bereits die geltende Untergrenze von 60 Schülern entpuppt sich als Totengräber für die Schullandschaft. Die jetzt in der Presse dargestellten Pläne zu den Anfangsklassen werden nun endgültig zum letzten Sargnagel.
Dabei liegen gerade für Grundschulen zahlreiche vernünftige Konzepte für Kleinschulen auf dem Tisch. Es ist schade, dass das Land funktionierende Konzepte aus Österreich oder der Schweiz ignoriert und den Kahlschlag fortsetzt. Allein im österreichischen Vorarlberg gibt es dutzende Grundschulen mit weniger als 20 Schülern. Sie sind identitätsstiftend für Kinder und Erwachsene und ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Dörfern als Wohnort für junge Familien.
Wenn die Landesregierung die Schulentwicklungsverordnung nicht korrigiert, werden wir die Kommunalwahl im Mai diesen Jahres zur Abstimmung über die Schulpolitik von SPD und CDU machen.“

FDP Landesverband Sachsen-Anhalt
Dr. Lydia Hüskens
Stv. Landesvorsitzende

Kai Gleißner: „Deutschland ist ein Ort der Chancen und der Verantwortung.“

Kai Gleißner: „Deutschland ist ein Ort der Chancen und der Verantwortung.“

Der CSU-Chef Horst Seehofer hat in den letzten Tagen eine Debatte um den möglichen Zuzug von bulgarischen und rumänischen EU-Bürgern nach Deutschland eröffnet. Unter dem Leitspruch „Wer betrügt, der fliegt” wurden Ängste und Sorgen geschürt, die niemandem helfen.

Zum 01.01.2014 sind verschiedene Übergangsregelungen ausgelaufen, die den EU-Mitbürgern aus Bulgarien und Rumänien nun ermöglichen, sich frei ohne Beschränkungen in der EU zu bewegen.

„Die CSU vermischt hier absichtlich verschiedene Sachlagen und Probleme. Man versucht mit populistischem Getöse, dem Bürger einfache Lösungen vorzugaukeln, die aber weder eine Lösung noch ein Ansatz zur Lösung sind.“ sagt der Europakandidat der FDP des Landes Sachsen-Anhalt Kai Gleißner.

Der CSU-Chef Horst Seehofer hat in den letzten Tagen eine Debatte um den möglichen Zuzug von bulgarischen und rumänischen EU-Bürgern nach Deutschland eröffnet. Unter dem Leitspruch „Wer betrügt, der fliegt” wurden Ängste und Sorgen geschürt, die niemandem helfen.

Zum 01.01.2014 sind verschiedene Übergangsregelungen ausgelaufen, die den EU-Mitbürgern aus Bulgarien und Rumänien nun ermöglichen, sich frei ohne Beschränkungen in der EU zu bewegen.

„Die CSU vermischt hier absichtlich verschiedene Sachlagen und Probleme. Man versucht mit populistischem Getöse, dem Bürger einfache Lösungen vorzugaukeln, die aber weder eine Lösung noch ein Ansatz zur Lösung sind.“ sagt der Europakandidat der FDP des Landes Sachsen-Anhalt Kai Gleißner.

Die Freizügigkeit von EU-Bürgern und die Problematik der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik sind unterschiedliche politische Arbeitsfelder, die auch unterschiedlich angegangen werden müssen.

Es ist falsch, wenn man EU-Bürger aus Bulgarien und Rumänien unter Generalverdacht stellt. Wer diesen unterstellt, sie würden nur nach Deutschland kommen, um den Sozialstaat Deutschland auszunutzen, verdeutlicht, welches Vertrauen er grundsätzlich in die Bürger Europas und ihre Fähigkeiten setzt. So schafft man nicht nur Vorurteile gegenüber möglichen Zuwanderern (u.a. dringend benötigten Fachkräften, z.B. im MINT-Bereich oder im Sozialbereich), sondern schafft auch weitere Vorurteile gegenüber schon seit langen in Deutschland lebenden Menschen aus anderen Ländern.

Ebenso ist es falsch, die Probleme der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik und die damit verbundenen Probleme der Umsetzung der Integration mit einfach scheinenden Lösungsansätzen der Abschottung und Ausgrenzung zu beantworten und diese gleichzusetzen mit der Freizügigkeit von EU-Bürgern. Natürlich wird die Politik Lösungen finden müssen, wie Kommunen ihre Aufgabe der Integration von ausländischen Mitbürgern in Zukunft sachgerechter und finanziell mit ausreichend Spielraum (z.B. durch einen bundesweiten Fond) gestalten können. Auch gibt es bereits gesetzliche Regelungen für den Zuzug nach Deutschland, die den dauerhaften Anspruch von Sozialleistungen ausschließt. Die Bilder z.B. aus Duisburg oder Berlin müssen aber Aufruf genug sein, um hier verantwortungsvoll Lösungen zu suchen und zu finden.

„Grundsatz unseres politischen Handelns muss hier aber immer sein, dass Europa und insbesondere Deutschland sich als ein Ort der Chancen und der Verantwortung versteht.“, fordert daher Kai Gleißner. Deutschland hat sich gerade auch durch das europäische Umfeld eine Freiheit erarbeiten können, in dem ein jeder seine Chancen hat, sich über eigene Leistung etwas aufzubauen. Zur Verantwortung dieser Freiheit gehört aber auch, dass ich anderen Menschen diese Chance nicht nehme. Die Verantwortung der Politik ist es umso mehr, diese Chancen durch geeignete Integrationsmaßnahmen, durch ein modernes Asylrecht und durch eine einheitliche europäische Einwanderungspolitik zu gestalten und erfolgreich zu erhöhen. Eine plakative Phrasenpolitik, die nur dem bayerischen Kommunalwahlkampf geschuldet ist, hilft hier niemand.

Kontakt:

Kai Gleißner
Europakandidat der FDP Sachsen-Anhalt
FDP Kreisverband Magdeburg

Radwege statt Autobahn? Streitfall A143

Radwege statt Autobahn? Streitfall A143

Die FDP Sachsen-Anhalt ist im Streitfall A143 ganz klar auf der Seite der Wirtschafts-verbände IHK und HWK. Beide sprachen sich schon mehrfach für eine nun zügige Fertigstellung der Ostumfahrung von Halle aus. Grundlage hierfür ist der Bundesver-kehrswegeplan von 1992, bei der die A 143 die effiziente Vernetzung von A 38 und A 14 darstellt und zur Vollständigkeit der “Mitteldeutschen Schleife” als Doppelauto-bahnring um Halle und Leipzig beiträgt. Diese Planung war und ist von existenzieller Bedeutung für die Entwicklung und weiteren Ausbau der Region als Wirtschaftsstandort.

Pressemitteilung: FDP Saalekreis

Sehr geehrte Damen und Herren,

die FDP Sachsen-Anhalt ist im Streitfall A143 ganz klar auf der Seite der Wirtschafts-verbände IHK und HWK. Beide sprachen sich schon mehrfach für eine nun zügige Fertigstellung der Ostumfahrung von Halle aus. Grundlage hierfür ist der Bundesver-kehrswegeplan von 1992, bei der die A 143 die effiziente Vernetzung von A 38 und A 14 darstellt und zur Vollständigkeit der “Mitteldeutschen Schleife” als Doppelauto-bahnring um Halle und Leipzig beiträgt. Diese Planung war und ist von existenzieller Bedeutung für die Entwicklung und weiteren Ausbau der Region als Wirtschaftsstandort.

Prozesse vorm Bundesverwaltungsgericht ziehen den Autobahnbau schon seit Jahren in die Länge. Die Landtagsfraktion der Grünen gab nun ein Gutachten in Auftrag, welches zu dem Ergebnis kommt, das die Fertigstellung der letzten 12,6 km unnötig ist, da die verkehrsmäßige Entlastung der Stadt Halle nur geringfügig sei und eine Alternative die Stärkung des Fahrradverkehrs wäre.
Nicht nur die großen Wirtschaftsverbände, sondern auch Unterschriftenaktionen von Bürgern sprechen sich für eine schnelle Fertigstellung aus, unter Beachtung aller heute gültigen Naturschutzauflagen.

Ich darf an dieser Stelle den Hauptgeschäftsführer der HWK Halle, Dr. Jürgen Rogahn, zitieren:
“Wir fordern die schnelle Fertigstellung des Autobahnringes um Halle (A143). Der wirtschaftliche und ökologische Schaden, der der Region um Halle durch die fehlenden 12 Kilometer Autobahn entsteht, hat sich mehrfach gezeigt. Wir können uns in Deutschland eine durch kleine Interessensgruppen verursachte Verhinderungskultur nicht leisten. Der Zeitraum zwischen Entscheidung und Umsetzung ist nicht nur beim Bau der A 143 viel zu lang.”

In dieser langen Bauverzögerung sieht die FDP Sachsen-Anhalt eine Behinderung der wirtschaftlichen Entwicklung, Behinderung des Verkehrsflusses in Halle und Umgebung an sich, und eine Zumutung für die Anrainer der Hauptverkehrsachsen in der Saalestadt. Weiterhin sehen wir in der Erstarkung “Linksgrüner Gutmenschenideologie” eine erhebliche Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland, der wir uns entschieden entgegenstellen. Deutschland ist durch sein Ingenieurwesen und seine fleißigen und zuverlässigen Arbeitnehmer zu einer der führenden Industrienationen geworden. Diese Führungsrolle wird in zunehmendem Maße aufs Spiel gesetzt.

Torsten Henze
Kreisvorsitzender
FDP Saalekreis
Verkehrspolitischer Sprecher der FDP LSA

FDP Saalekreis
Junkersstrasse 52
06217 Merseburg

Faber: “Haseloff beim Wort nehmen – Mindestlohn kostet Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt”

Faber: “Haseloff beim Wort nehmen – Mindestlohn kostet Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt”

Zum Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD meint der stellv. Landesvorsitzende der FDP, Marcus Faber: “Unser Ministerpräsident muss jetzt zu dem stehen, was er gesagt hat und den Mindestlohn ablehnen. Tausende Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt sind bedroht, insbesondere für Berufseinsteiger und Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss. Es kann nicht sein, dass wir nun auch im Bund die Neuauflage der Marienkäferkoalition erleben – Rot mit schwarzen Punkten wird Sachsen-Anhalt erheblich schwächen, weil es unsere wirtschaftliche Basis zerschlägt.”

Zum Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD meint der stellv. Landesvorsitzende der FDP, Marcus Faber: “Unser Ministerpräsident muss jetzt zu dem stehen, was er gesagt hat und den Mindestlohn ablehnen. Tausende Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt sind bedroht, insbesondere für Berufseinsteiger und Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss. Es kann nicht sein, dass wir nun auch im Bund die Neuauflage der Marienkäferkoalition erleben – Rot mit schwarzen Punkten wird Sachsen-Anhalt erheblich schwächen, weil es unsere wirtschaftliche Basis zerschlägt.”

Faber meint weiter: “Ich sehe Rot für die nächsten Jahre, auch in Punkto Bürgerrechte. Die Komplettüberwachung der Kommunikation, der Ausbau der Videoüberwachung und individuell anlasslose Zwangs-DNA-Tests – diese Regierung misstraut ihren Bürgern deshalb sollten auch die Bürger der neuen Regierung misstrauen.”

Stendal, 27.11.2013

Verantwortlich und bei Rückfragen:
Marcus Faber

Halbzeitbilanz der Abwärtskoalition

Ein Parlament ohne FDP – welche Auswirkungen das für uns Bürger hat, zeigt die Halbzeitbilanz der schwarz-roten Koalition in Sachsen-Anhalt. Steigerung der Energiekosten, Einschränkung der Bürgerrechte, Erhöhung der Kosten für die Kinderbetreuung, Erhebung einer Abwasserabgabe, Erhöhung der Grunderwerbsteuer, Gefährdung der Hochschullandschaft, Planlosigkeit bei der Kulturförderung, Senkung des Blindengeldes, Reduzierung der Jugendförderung – das sind nur einige der Ergebnisse einer schwarz-roten Abwärtskoalition.

Bürgerrechte

Die letzten Vorschläge des Innenministers Stahlknecht zeigen deutlich das Rechtsstaatsverständnis der CDU. Wer auf Wandschmierereien, und seien sie noch so verwerflich, reflexhaft mit dem Vorschlag der großräumigen Videoüberwachung reagiert, verliert nicht nur jede Verhältnismäßigkeit aus dem Auge, sondern nimmt billigend in Kauf, dass die Rechte der Bürger auf Privatsphäre noch weiter eingeschränkt werden. Sicherheit und der Schutz des Eigentums sind Werte, die der Staat zu gewährleisten hat. Eine hinreichende Polizeipräsenz ist auch Vorbeugung vor Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Eine Totalüberwachung des öffentlichen Raumes ist die falsche Antwort. Die FDP hat sich immer, auch in Regierungsverantwortung, für eine angemessene Polizeipräsenz und eine gute Ausrüstung unserer Polizisten eingesetzt. Wir lehnen es jetzt ab, dass mit populistischen Äußerungen von einer an koalitionsinternen Streitereien gescheiterten Polizeistrukturreform abgelenkt wird.

Finanzpolitik

An Glücksspieler erinnert die Landesregierung in der Finanzpolitik. Zunächst setzte man flott darauf, dass die Steuereinnahmen stärker sprudeln würden, als von den Fachleuten prognostiziert und zwar gleich um einen dreistelligen Millionenbetrag. Dann wurde für 2014 eine mittelfristige Finanzplanung aufgestellt nach dem Motto „Pudel, wasch mich, aber mach mich nicht nass.“ Statt eines zwischen Regierung und Regierungsfraktionen abgestimmten Vorgehens beobachten wir nun seit Jahren das Stück: Der Finanzminister fordert Einsparungen, die Fachminister machen Vorschläge und CDU- und SPD-Fraktion lehnen diese ab, die SPD früher, die CDU später; aber ohne von ihren Einsparvorgaben abzuweichen. Inzwischen wurde eine Ministerin entlassen und eine Staatsekretärin warf das Handtuch, weil sie zwar sparen wollten, aber nicht in einem zufälligen und unstrukturierten Prozess. Ob Kultur, Polizei, Hochschulen, Schulen, Justizvollzug oder Eingliederungshilfe – die Sparziele sind beeindruckend, doch es gibt keinen Plan, wie sie erreicht werden sollen. Hier haben CDU und FDP 2002 bis 2006 unter deutlich schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gezeigt, dass sich auch schmerzhafte Entscheidungen besser koordinieren und kommunizieren lassen.

Hochschullandschaft

CDU/SPD haben beschlossen, den Hochschuletat von etwa 370 Millionen Euro jährlich bis 2025 um 5 Millionen auf dann 320 Millionen Euro zu reduzieren. Das ist die Summe, die z. B. jährlich für eine Hochschulmedizin oder fast für die Otto-von Guericke Universität oder drei Fachhochschulen ausgegeben wird. Um diese Summe einsparen zu können, sind massive Einschnitte in die Hochschulen nötig, die nicht nur die Qualität, sondern den Bestand der Hochschulen gefährden. Erschwert wird die Diskussion dadurch, dass Landtag und Landesregierung Beschlüsse gefasst haben, die einander widersprechen. Wir lehnen diese Kahlschlagpolitik ab. Liberal ist es, konsequent auf Wissenschaft und Forschung zu setzen. Sicher können auch Hochschulen effizienter arbeiten. Für uns steht aber die wissenschaftliche Exzellenz von Forschung und Lehre im Vordergrund. Gut ausgebildete Absolventen, Jungunternehmen und junge Wissenschaftler können Sachsen-Anhalts Zukunft sichern, vor allem, wenn sie sich auch in unserem Bundesland niederlassen und hier ihre Familien gründen.

Kulturchaos

Das Land lud 2011 zum Kulturkonvent, um ein Konzept zur zukünftigen Kulturlandschaft Sachsen-Anhalt zu erarbeiten. Statt sich mit den Ergebnissen auseinanderzusetzen und ein Konzept vorzulegen, das die Ideen des Konvents und die Möglichkeiten des Landeshaushalts in Einklang bringt, wurden z.B. den Theatern in großer Runde und aus heiterem Himmel die Einsparvorstellungen des Ministeriums verkündet. Inzwischen soll zwar alles ganz anders werden, aber wie genau, das weiß keiner so wirklich. Wenn der Landeshaushalt saniert werden muss und Sachsen-Anhalt gleichzeitig seine Kulturlandschaft erhalten will, bedarf es aber klarer Entscheidungen, welche Theaterlandschaft erforderlich ist, welche Gebäude etwa in der Stiftung Schlösser und Dome zu verwalten sind, was privatisiert werden kann, welche Verantwortung die Kommunen angesichts ihrer finanziellen Situation tragen können. Und allen Beteiligten muss zwischen der Entscheidung über das Was und Wie bis zum Zeitpunkt der Umsetzung hinreichend Zeit gelassen werden, um etwa personalrechtliche Aspekte ordentlich zu lösen. Liberal ist es nicht, allen vorzumachen, das Land könne alles weiterfinanzieren, aber es ist liberal, ehrlich die Möglichkeiten aufzuzeigen und gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen.

Grundschulen

Trotz derzeit steigender Zahlen im Bereich der Grundschüler setzt die SPD bei den Grundschulen den Rotstift an. Entgegen der vollmundigen Versprechen im Wahlkampf, alle Schulen zu sanieren, sollen jetzt fast 100 geschlossen werden, indem man mittels Verordnung Mindestschülerzahlen verdoppelt, während sie anderswo halbiert werden, um den ländlichen Raum zu stabilisieren. Wir Liberalen sehen in Grundschulen nicht nur eine wichtige Bildungseinrichtung, sondern auch einen wesentlichen Gestaltungsraum für das gesellschaftliche Leben. Deshalb haben wir schon 2012 ein Papier zur wohnortnahen Beschulung erarbeitet und auf dem Parteitag 2013 beschlossen. Diesem Konzept folgt auch die sächsische Regierung aus CDU und FDP, die die Schulen im ländlichen Raum erhalten und nicht schließen will.

Kinderbetreuung

CDU und SPD haben eine Novelle des Kinderfördergesetzes beschlossen. Um allen Kindern wieder einen Rechtsanspruch auf eine Betreuung von zehn Stunden täglich zu gewährleisten, steigen alleine die Kosten des Landes um 54 Millionen. Obwohl das Gesetz, das CDU und FDP 2002 auf den Weg gebracht hatten, 2005 durch ein Volksbegehren bestätigt wurde, und obwohl dem Land die finanziellen Mittel zur Finanzierung fehlen, beschloss der Landtag dieses Gesetz. Weitere Millionen zahlen die Kommunen. Zusätzlich werden die Eltern mit dem neuen Gesetz in erheblichem Umfang mehr belastet. Die Kosten für einen KiTa-Platz steigen deutlich, für viele Geringverdiener ein schmerzhafter Einschnitt ins Familienbudget. Die FDP lehnt dies ab. Die Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt gehörte zu den besten in Deutschland. Eine weitere Ausweitung des Rechtsanspruches war nicht erforderlich. Liberal ist es, allen Kindern, unabhängig vom Elternhaus gleichwertige Startchancen in ihr Leben zu geben. Liberal ist es nicht, alle Lasten auf die Berufstätigen abzuwälzen und einfach den Rechtsanspruch auszuweiten.

Vergabegesetz

Die Aufgabe eines Vergabegesetzes ist es, dafür Sorge zu tragen, das Leistungen, die die öffentliche Hand erwirbt, möglichst preiswert sind und das über den Zuschlag in einem transparenten Verfahren entschieden wird. Korruption soll so vorgebeugt werden. Zu Beginn der Legislatur setze die SPD durch, dass das Vergabegesetz mit bürokratischen Zusatzregeln belastet wurde, die die Kommunen Geld kosten und Vergabeverfahren weiter verkompliziert. Die FDP lehnt das ab. Gesetze mit sachfremden Regelungen zu überfrachten, führt zu Bürokratie, Intransparenz und zu Unzufriedenheit bei Bürgern und Unternehmen.

Wassercent

Die FDP hatte die Erhebung der Abgabe, die vor allem Unternehmen der Lebensmittelbranche belastet, über Jahre verhindert und aufgezeigt, wie entsprechende Einsparungen im Haushalt des Landes möglich sind. Kaum fehlte die FDP im Landtag, beschlossen CDU/SPD diese verwaltungsintensive Abgabe, um im Landeshaushalt ein Loch von etwa 11 Millionen Euro zu stopfen.

Blindengeld

CDU und SPD beabsichtigen, das Landesblinden- und Gehörlosengeld in Sachsen-Anhalt um etwa 35 % des Nachteilsausgleiches zu kürzen. Statt der jetzt gezahlten 350 Euro sollen noch 266 Euro monatlich gezahlt werden, womit Sachsen-Anhalt dann den niedrigsten Beitrag zahlen würde. 2004, als Sachsen-Anhalt die niedrigsten Steuereinnahmen seit 1995 hatte und Millionen neue Schulden aufnehmen musste, hatten CDU/FDP das Blindengeld auf 350 Euro gesenkt, womit der Satz vor den übrigen neuen Bundesländern und Niedersachsen lag. Damals kritisierte Jens Bullerjahn die Absenkung heftig. Heute als Finanzminister hat er kein Problem damit, trotz hoher Steuereinnahmen, selbst zum Rotstift zu greifen.

Jugendpauschale

CDU/SPD planen massive Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung. Die Jugendpauschale soll 2014 um gut 15%, das Fachkräfteprogramm um 1/3 gekürzt werden, ab 2015 sollen beide Förderprogramme ganz entfallen. Diese Kürzung bedeutet drastische Einschnitte für die Jugendarbeit in den Landkreisen und Kommunen. Viele Landkreise und Städte haben sich aufgrund finanzieller Engpässe ganz auf die Finanzierung der Jugendarbeit über Jugendpauschale und Fachkräfteprogramm zurückgezogen und setzen keine oder kaum noch eigene Gelder ein. Viele Angebote werden dadurch ganz wegfallen.

Eingliederungshilfe

Ambitioniert und unsozial sind auch die Pläne von CDU und SPD die Ausgaben der Eingliederungshilfe zu reduzieren – und zwar drastisch. Fraglich ist hier, inwieweit dies in einem Politikbereich gelingen kann, der stark durch Gerichtsurteile normiert wird und sich zudem der Landesgesetzgebung entzieht. Problematisch wird es, wenn die entsprechenden Millionen an anderer Stelle im Sozialhaushalt gespart werden müssen. Dies würde das Ende jeder freiwilligen Leistung bedeuten.

Vetternwirtschaft

Daran, dass die SPD staatliche Stellen gerne zur Versorgung von Parteifreunden nutzt, hat man sich in Sachsen-Anhalt schon gewöhnt. In dieser Legislatur hat die Versorgung aber für deutsche Verhältnisse ungewöhnliche Ausmaße angenommen. Von der gescheiterten Besetzung des Stasibeauftragten über die Besetzung des Direktorenpostens der Landeszentrale für politische Bildung, die Gründung einer Landesenergieagentur, offensichtlich zur Versorgung des ehemaligen Abgeordneten Mühlstein, dem Vizeposten im Landesverwaltungsamt, der dafür eigens zu einem politischen Amt gewandelt werden musste, über den Vorwurf der Vorteilsgewährung wie im Falle IBG und Klaas Hübener bis hin zum Untersuchungsausschuss Dessau reicht die lange Liste. Allein bei Ex-Staatssekretär Geue finden sich in der Presse der Versuch, die Kfz-Nutzung im eigenen Interesse neu zu regeln, der Vorwurf Privatfahrten als Dienstfahrten deklariert zu haben und beim Wechsel in das Wahlkampfteam Steinbrück die für ihn günstigste – und das Land teuerste – Beurlaubungsregel gewählt zu haben. Auf der anderen Seite wird mit dem eigenen Personal ruppig umgegangen. So wurden zu Beginn der Legislatur – ohne Regierungswechsel – fünf Staatssekretäre in den Ruhestand geschickt, es folgten Stadelmann, Geue, Wolff und Bröker. – All das passt nicht zur Notwendigkeit, mit den öffentlichen Geldern sparsam umzugehen.

Untersuchungssausschüsse

Derzeit werden aus dem parlamentarischen Raum die Vorwürfe erhoben, im Raum Dessau seien Fördermittel an Zuwendungsempfänger ausgereicht worden und als Gegenleistung habe es Spenden an die CDU in der Region gegeben. Ein anderer Untersuchungsausschuss wird sich u.a. mit der Frage befassen, ob die Aufsicht über die IBG einerseits Insidergeschäfte zugelassen hat und andererseits Unternehmen ungerechtfertigt bevorzugt wurden. Beide Ausschüsse richten sich mehr oder weniger direkt gegen den Ministerpräsidenten, der in der entsprechenden Zeit Wirtschaftsminister war.