Mobilität erleichtern – Bildungssystem reformieren

Beschluss des Landesparteitages

Der FDP-Landesverband Sachsen-Anhalt setzt sich auf Landes- und Bundesebene für die Verwirklichung folgender Ziele ein:

  • Vereinheitlichung der Stundentafeln in den Bundesländern
  • Formulierung von Lern- und Bildungszielen für jedes Fach und jede Schulform mit den Bildungsgängen in 2-Jahresschritten
  • Zentrale und vergleichbare Abschlussprüfungen in allen Bundesländern für alle Bildungsgänge
  • Ausarbeitung vergleichbarer Übergangsvorschriften zwischen den Bildungsgängen und Schulformen
  • Gegenseitige Anerkennung der Lehrkräfte
  • Entwicklung einer nationalen Bildungsstrategie in Zusammenwirken von Bund und Ländern

JA zu nachgelagerten Studiengebühren

Beschluss des Landesparteitages

Die FDP Sachsen-Anhalt setzt sich für die Einführung von Studiengebühren ein.

  • Bei der Einführung ist den Hochschulen die Möglichkeit einzuräumen, Studiengebühren zu erheben und über die Höhe des Betrags selbst zu entscheiden. Die Beiträge können sich von Studiengang zu Studiengang unterscheiden.
  • Ziel der Gebühr ist nicht die Sanierung der Landeshaushalte, sondern die Verbesserung der Finanzausstattung der Hochschulen. Die staatlichen Mittelzuweisungen an die Hochschulen sind im Haushalt des Landes festzuschreiben. Die Studiengebühren werden als zusätzliche Einnahmequelle zur Verbesserung der Lehre, nicht als Ersatz für die staatlichen Mittel verstanden.
  • Den Hochschulen bleibt es frei Leistungsstipendien in Form von Gebührenfreiheit zu vergeben.

Die Bezahlung der Gebühr erfolgt folgendermaßen:

  • Studienbeiträge können durch Studiendarlehen finanziert werden. Die Darlehensvergabe ist an keine Bedingungen geknüpft und damit auch völlig unabhängig vom Familieneinkommen des Haushalts, dem der Studierende angehört.
  • Darlehen bzw. die Mittel für Darlehen können am privaten Kapitalmarkt aufgenommen werden, ohne dabei zu steigender Staatsverschuldung zu führen.
  • Die Rückzahlung sollte sozialverträgliche Komponenten enthalten, z.B. Stundung bei Arbeitslosigkeit.

Besteht nach 25 Jahren eine Restschuld, liegen die Risiken in staatlicher Hand.

Sekundarschulen

Beschluss des Landesparteitages

  1. Der Hauptschulbildungsgang muss so umgestaltet werden, dass eine praxisorientiertere Wissensvermittlung stattfindet. Die Stundentafel ist so zu verändern, dass manuelle Tätigkeiten wie Werken, Technik, Hauswirtschaft, Tätigkeiten in der Holz- und Metallbearbeitung sowie im Bau weitaus mehr in den schulischen Betrieb integriert werden. Praktika sollen erhalten bleiben.
  2. Im Realschulbildungsgang sollten die Schulen Freiräume erhalten, durch viel mehr Anschaulichkeit und Praxisbezug die Voraussetzungen für qualifizierte Ausbildungsberufe sowie eventuelle Übergänge zu weiterführenden Bildungseinrichtungen zu schaffen.
  3. Zur Verlässlichkeit von Schule gehört, dass Fehltage und Fehlstunden sowie Zensuren für das Lern- und Sozialverhalten auf allen Zeugnissen so schnell wie möglich erscheinen. Nur so ist es möglich, sich ein Bild vom Leistungsvermögen und von der Leistungsbereitschaft eines Kindes oder Jugendlichen zu machen.

Offene Ganztagsangebote an den Grundschulen flächendeckend ermöglichen

Beschluss des Landesparteitages

Die FDP Sachsen-Anhalt fordert die Landesregierung auf, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Grundschulen und Sekundarschulen ganztägige Angebote unterbreiten können. Unter der Bedingung, dass ein entsprechende Konzept sowie das Einverständnis der Gesamtkonferenz und des Schulträger vorliegen, sollte die Schule eine Anerkennung als Ganztagsschule erhalten. Im Rahmen der im Land verfügbaren Lehrerstunden, sind diese Schulen dann mit entsprechendem Personal auszustatten.

Englisch an der Grundschule ab Klasse 1

Beschluss des Landesparteitages

Die FDP Sachsen-Anhalt setzt sich dafür ein, den Anfangsunterricht in der ersten Fremdsprache an der Grundschule bereits in der ersten Klasse beginnen zu lassen und fest in der Stundetafel zu verankern. Die entsprechenden Lehrpläne sind unter Beachtung des Entwicklungsstands der Schüler entsprechend zu gestalten.