Am gestrigen Abend hat der Haushaltsausschuss eine Liste von bedeutenden Kulturdenkmälern beschlossen, die mit finanziellen Mitteln des Bundes (Staatsminister für Kultur) saniert werden sollen.
Jens Ackermann, MdB, Mitglied im Tourismusausschuss, freut sich, dass folgende Kulturdenkmäler in seiner Region von der Förderung profitieren und wird sich vor Ort von der Umsetzung der Maßnahmen informieren.
Schloss Blankenburg
200.000 €
Klosterkirche St. Vitus
40.000 €
Elbingerode Kirche St. Jacobi
40.000 €
Gernrode Stiftskirche St. Dyriakus
45.000 €
Halberstadt Gleimhaus
66.000 €
Löbnitz (Bitterf.) Ev. Kirche
60.000 €
Mansfeld-Lutherstadt St. Georg
150.000 €
Naumburg Kirche St. Moritz
90.000 €
Naumburg Domkurie St. Ägidien
60.000 €
Osterwieck Kirche St. Stephani
40.000 €
Salzwedel Katharinenkirche
140.000 €
Schönhausen St. Marien u Willebrord
100.000 €
Zerbst Barockschloss
50.000 €
Diese Investitionen bedeuten eine Stärkung der Kulturregion Sachsen-Anhalt.
Am 21.5. fand in der Ratswaage der 2. Öffentliche Liberale Stammtisch statt. Thema war die in Magdeburg derzeit intensiv diskutierte Neufassung der Gefahrenabwehrverordnung.
Der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz erläuterte zu Beginn der Veranstaltung die Notwendigkeit, jetzt, wo die bis dato gültige „Stadtordnung“ nach nunmehr 10 Jahren ausläuft, auf veränderte Bedingungen einzugehen und neue Spielregeln des öffentlichen Zusammenlebens aufzustellen.
Dabei ging es zunächst um Themen, die der Bekämpfung von Belästigung und Beeinträchtigungen im täglichen Leben dienen sollen. Dazu gehören u.a. der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, das Füttern von jagdbarem Wild, wildlebender Tauben und Katzen sowie das Besteigen öffentlicher Einrichtungen. Aber auch Themen, die Probleme im Umgang mit Tieren berücksichtigen, wie die Länge der Hundeleine und das Mitführen von Hundkottüten, kamen zur Sprache. In der anschließenden regen Diskussion wurden dann Meinungen und Argumente ausgetauscht.
Wir Liberale gehen dabei vom Grundsatz aus, so wenig Reglementierung wie möglich, so viel Freiheit und Selbstbestimmung der Bürger wie möglich. Dennoch müssen der Schutz und die Sicherheit des Einzelnen und der Gesellschaft durch Regeln gewährleistet sein.
Mit der nun vorliegenden Fassung hat die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Bürgern und auch in den Ausschüssen nun eine “Stadtordnung“ geschaffen, mit der sich viele Bürgerinnen und Bürger identifizieren können.
Die neue Gefahrenabwehrverordnung sollte nach ihrem Beschluss im Stadtrat durch die Presse und mittels Flyer in den Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) und Bürgertreffs den Magdeburgern verständlich vermittelt werden.
Die FDP Sachsen-Anhalt steht zu den viel diskutierten vier Babyklappen in Sachsen-Anhalt. Der stellv. Landesvorsitzende, Marcus Faber, meint dazu:
„Der Schutz des Lebens ist für uns das höchste Gut. Sicher, jedes Kind in einer Babyklappe ist eins zu viel, aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich keine Mutter eine solche Entscheidung leicht macht. Mit solchen Einrichtungen können wir viel zusätzliches Leid verhindern.“
Die Liberalen sehen es zudem als sehr positiv an, dass fast alle Findlinge aus Babyklappen schnell in eine Adoptivfamilie vermittelt werden können: „Das die Kinder behütet aufwachsen, muss hier oberste Priorität haben. Auch deshalb setzen wir auf Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und das Gesetz zur vertraulichen Geburt“, meint der Liberale.
Faber, der auch Stadtrat in der Hansestadt Stendal ist, plädiert zudem für die Einrichtung von zwei weiteren Babyklappen im Norden und Westen Sachsen-Anhalts: „Die Babyklappen in den drei kreisfreien Städten, sowie in Bitterfeld-Wolfen, sind zweifellos eine Hilfe. Im Norden und Westen des Landes sehe ich jedoch Nachholbedarf. Die Wege in Sachsen-Anhalt sind weit, und die Winter kalt. Kein Kind darf am Straßenrand liegen!“ so Faber abschließend.
Die Pläne des Kultusministers zahlreiche Grundschulen in Sachsen-Anhalt schließen zu wollen, stößt auf Kritik beim Landesvorsitzenden der FDP Sachsen-Anhalt Veit Wolpert.
„Ich bin von der Meldung des SPD-Ministers etwas irritiert. War es doch die SPD, die im vergangenen Frühjahr vor der Landtagswahl damit geworben hat, keine Schulen schließen zu wollen“, meinte Wolpert.
„Wir haben eine gute Versorgung und Abdeckung mit Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt. Diesen Standortvorteil will die Landesregierung nun aus finanziellen Gründen einfach aufgeben. Eine Regierung, die in der letzten Legislatur 7-stellige Beträge für ein Fußballstadion oder eine Therme gern gegeben hat, stellt sich nun bei der Investition in die Zukunft unseres Landes quer. Das ist zumindest in Frage zu stellen.
Wir müssen die Chance nutzen, durch einen günstigeren Betreuungsschlüssel die Schüler-Lehrer-Relation auf einem guten Niveau zu halten, wie es die FDP Sachsen-Anhalt schon seit langem gefordert hat. Hier wird eine Chance vertan, die Bildung in unserem Land zu verbessern“, sagte Wolpert.
Wolpert abschließend: „Wer bei der Bildung spart, wird sein blaues Wunder erleben. Sachsen-Anhalt hinkt im Ländervergleich seit Jahren auch im Bereich der Bildung den anderen Bundesländern hinterher. Anstelle von Schulschließungen, sollte die Regierung zunächst lieber über intensive Kooperationen zwischen den Schulen oder Außenstellen prüfen.“
Als riskantes Manöver bezeichnete Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, die Planungen der Landesregierung zum Nachtragshaushalt.
Obwohl die Prognose der Steuerschätzer zum Haushaltsplan 2012 noch eine Lücke von etwa 80 Millionen Euro aufweist, will die Landesregierung dem Parlament neue Ausgaben vorschlagen, die den Haushalt zusätzlich belasten werden. Das Risiko, das der Landeshaushalt dann in der verbleibenden Jahreshälfte zu tragen hat, liegt bei rund 100 Millionen Euro.
“Es gehört schon sehr viel Glück dazu, die fehlenden Mittel in einem halben Jahr zu erwirtschaften. Offensichtlich war die eigene Steuerschätzung, die der Haushaltsaufstellung in Sachsen-Anhalt anstelle der bundesweiten Novembersteuerschätzung zugrunde gelegt wurde, doch stark vom Prinzip Hoffnung geprägt”, so Hüskens. Jedes Stottern des Wirtschaftsmotors würde den Haushalt Sachsen-Anhalts im Vollzug in die roten Zahlen bringen.
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