Faber: Wirtschaft, Demografie, Infrastruktur – Dringender Handlungsbedarf in der Altmark

Faber: Wirtschaft, Demografie, Infrastruktur – Dringender Handlungsbedarf in der Altmark

Wie eine jüngst veröffentlichte Studie der IW zeigt, gehört die Altmark zu den wirtschaftlich am schlechtesten aufgestellten Regionen in Deutschland.

Dazu äußert sich der altmärkische Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber wie folgt:

„Bei der Landesregierung findet die Altmark als Wirtschaftsfaktor nur unzureichend Beachtung. Ziel muss es sein, an der Anschlussfähigkeit des ländlichen Raumes zu arbeiten.

Die Kommunen müssen endlich dazu befähigt werden sich selbst zu helfen. Daher muss die Regionalpolitik auch über mögliche Schuldenerlasse auf kommunaler Ebene nachdenken.

Ein weiteres zentrales Problem ist der Infrastrukturausbau. Durch ein besseres Schienennetz, als auch durch einen direkten Autobahnanschluss, könnten mehr Gemeinden an Großstädte wie Berlin oder Hamburg angeschlossen werden, was die Kommunen gleichzeitig attraktiver macht und die Ballungsräume entlastet.

Unumgänglich ist zudem der Breitbandausbau – nicht nur für Unternehmen sondern auch für Privathaushalte ist er ein zentraler Faktor. In einigen Landkreisen, stehen weniger als 40 Prozent der Haushalte 50 Mbit/s zur Verfügung, ein dramatischer Zustand“, so Faber abschließend.

Schulfahrten, -projekte und -partnerschaften fördern!

Schulfahrten, -projekte und -partnerschaften fördern!

Lydia Hüskens, stv. FDP-Landesvorsitzende, begrüßt die Anregung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet, die Städtepartnerschaften zwischen Ost- und Westdeutschland neu zu beleben und Schulfahrten „nicht nur nach Paris oder Rom anzubieten, sondern auch nach Greifswald oder Görlitz“. “Solche Fahrten finden natürlich in jedem Jahr statt (vorwiegend nach Berlin) – nur nicht so intensiv staatlich gefördert, wie in Westdeutschland bis zur Herstellung der deutschen Einheit.” 1979 etwa führte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage aus, dass „möglichst allen Jugendlichen während ihrer Schulzeit ein Informationsbesuch in Berlin ermöglicht werden sollte. Sie hat daher das gemeinsam mit den Bundesländern getragene Programm der öffentlich geförderten Berlinfahrten stets unterstützt (1979 mit 4,7 Mio. DM) und weiterentwickelt.“

Schulfahrten bringen besondere Gemeinschafts- und Bildungserlebnisse. Manchmal verändern sie die Bildungsbiografie. “Aus dem Kontakt mit Wilhelmshavener Schülerinnen und Schülern in Magdeburg weiß ich, dass solche Besuche auch dazu führen können, dass man sich für einen Studienort in Mitteldeutschland entscheidet”, so Hüskens. “Begegnungen, darüber hinaus auch gemeinsame Projekte und Schulpartnerschaften sind wichtig für das, was man schon Anfang der 90er-Jahren „innere Einheit“ nannte.” Dazu gehörten auch Veranstaltungen wie gemeinsame Lehrertage – so z.B. der gemeinsame Politiklehrertag von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 1999 in Magdeburg, der in einer Resolution bereits das Thema Schulfahrten aufwarf. Ein Thema für aktuelle Projekte seien z.B. die Auseinandersetzung mit der regionalen Zukunftsentwicklung. Die „Vorlagen“ dafür seien z.B.  – 30 Jahre nach der friedlichen Revolution – die IW-Studie zur Regionalentwicklung und der Deutschlandatlas des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Bund und Länder könnten dafür – ähnlich wie beim Digitalpakt – Fördermittel zur Verfügung stellen.

Ergänzende Hinweise:
Deutscher Bundestag, Kleine Anfrage 8/2702 zu Berlin-Fahrten aus Westdeutschland http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/08/027/0802742.pdf

Beispiel für eine Schulfahrt von West nach Ost
Schüler aus Wilhelmshaven besuchen die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt: “Magdeburg ist voll genial” – http://www.fdp-md.de/aktuelles/2004/schueler-aus-wilhelmshaven-besuchen-die-landeshauptstadt-magdeburg-ist-voll-genial.html?fbclid=IwAR0JKj4X-AXWA5E0aSOqUWkZkRZrfyb6TZXGAi5pvsvrdjz4M-kBFJKx6Gg

IW-Regionalstudie 2019: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/michael-huether-jens-suedekum-michael-voigtlaender-19-mal-akuter-handlungsbedarf.html

Deutschlandatlas 2019: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/topthemen/DE/topthema-deutschlandatlas/deutschlandatlas.html

FDP Sachsen-Anhalt hisst Regenbogenfahne

FDP Sachsen-Anhalt hisst Regenbogenfahne

„Gleichberechtigung, Gleichstellung und Vielfalt sind Themen, die immer aktuell sind und an die wir auch im 50. Jahr nach den Stonewall-Aufständen in New York erinnern wollen und müssen.

Hass, Intoleranz und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer demokratischen Gesellschaft. Wir Freien Demokraten sind für Freiheit und Selbstbestimmung in allen Lebenslagen, deshalb ist es für uns wichtig, mit dem Hissen der Regenbogenfahne für diese Prinzipien und gegen jede Form von Diskriminierung ein Zeichen zu setzen,“ sagt der Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, Frank Sitta.

„Wir wollen Akzeptanz durch Sichtbarkeit fördern.“ äußert sich das Vorstandsmitglied der LiSL Mitteldeutschland, Sandro Dadaczynski, „Darum sind auch wir Liberale Schwule und Lesben Mitteldeutschland gemeinsam mit den Jungen Liberalen Magdeburg-Börde und der FDP Sachsen-Anhalt mit einem Wagen am 24.8. auf dem Magdeburger CSD vertreten.“

 

Schulfahrten, -projekte und -partnerschaften fördern!

Tourismusförderung muss professionalisiert werden

Die FDP in Sachsen-Anhalt hat die Forderung der CDU nach einer eigenständigen Einrichtung zur Vermarktung des Tourismus begrüßt. “Um die Sichtbarkeit des Landes im Wettbewerb mit anderen deutschen Regionen zu stärken, wäre etwa eine GmbH analog zur Agrarmarketingagentur denkbar, an der die Unternehmen und Verbände Anteile halten.

“Wir brauchen hier professionelle Strukturen”, erklärte Dr. Lydia Hüskens, stellv. Landesvorsitzende der FDP. Gleichzeitig müsse der Systemwechsel aber weiter gehen. “Nach Jahren der Investitionen in Gebäude halte ich es zukünftig für wichtiger, inhaltliche Aspekte zu stärken und den Erlebnischarakter der touristischen Angebote zu erhöhen. Sachsen-Anhalt muss sich mit seinen kulturellen Angeboten, seinen Festivals und Veranstaltungen hinter keinem anderen Bundesland verstecken. Es bedarf aber einer besseren gemeinsamen Vermarktung von Sehenswürdigkeiten und Events”, so Hüskens.

„Peanuts“ für Lärmschutz könnten Projektverlauf erneut gefährden

„Peanuts“ für Lärmschutz könnten Projektverlauf erneut gefährden

Zu den Vorschlägen von Verkehrsminister Thomas Webel, bezogen auf den aktuellen Stand des Verkehrsprojektes A14, äußert sich der altmärkische Bundestagsabgeordnete Faber skeptisch:

„Wie wasserdicht die Einigung mit den Kommunen und dem BUND wirklich ist, wird man sehen. In der Vergangenheit tauchten immer mal neue Vereine auf, die dann doch noch klagten. Die Lärmschutzmaßnahmen scheinen angesichts des finanziellen Gesamtumfanges des Projekts doch weiterhin arg knapp bemessen. Weitere Klagen einzelner Ortschaften und Verbandsgemeinden bleiben angesichts dieser „Peanuts“ für den Lärmschutz nicht ausgeschlossen. Das Risiko weiterer Verzögerungen in Ausbau und Fertigstellung der A14, wird so in Kauf genommen. Dabei sollte doch die wirtschaftliche und infrastrukturelle Bedeutung dieses Verkehrsprojektes jedem Beteiligten klar sein.”

Schulfahrten, -projekte und -partnerschaften fördern!

Willingmanns Hochschulgesetz nicht mehr als ein Placebo

Als „Placebo“ bezeichnet die stellv. FDP-Landesvorsitzende Dr. Lydia Hüskens die Pläne von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann zur Einführung einer sog. Viertelparität bei Entscheidungen der Hochschulsenate.

„Hier wird eine Stärkung der Demokratie nur suggeriert.“ In der Praxis wird es aber aufgrund der starken verfassungsrechtlichen Position der Freiheit von Forschung und Lehre nur Tagesordnungspunkte umfassen können, die diese nicht tangieren. Das bedeutet, dass Sitzungen der akademischen Senate zunächst damit beginnen, zu klären, welche Tagesordnungspunkte paritätisch und welche mit Professorenmehrheit zu beraten sind. Im Zweifel werden Gerichte entscheiden müssen. Das schafft vor allem eines: Frust bei allen Beteiligten. 

Der Wissenschaftsminister wäre gut beraten, die Pläne einzustampfen und allen Beteiligten reinen Wein einzuschenken. „Manchmal”, so Hüskens, „haben auch Regelungen, die auf den ersten Blick überholt wirken, ihren Sinn und sollten beibehalten werden.”