Sitta: Sachsen-Anhalt braucht neuen Gründergeist

Sitta: Sachsen-Anhalt braucht neuen Gründergeist

Foto: Benjamin Diedering

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Unternehmensgründungen innerhalb von 48 Stunden ermöglichen 

Magdeburg / Halle (Saale). Die Freien Demokraten Sachsen-Anhalt wollen bürokratische Hürden bei der Unternehmensgründung abbauen und den Weg für neue Unternehmensgründungen frei machen.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl Frank Sitta:

„Wir brauchen einen neuen Gründergeist in unserem Land. Derzeit ist das Klima in Sachsen-Anhalt nicht gründerfreundlich. Nur 0,2% der deutschen Startups gründen sich in Sachsen-Anhalt. Auch Im Ländervergleich des KfW-Gründungsmonitors liegt das Land bei allen Neugründungen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Dabei haben die Menschen hier nicht weniger Ideen als anderswo, aber es fehlt ihnen an der richtigen Unterstützung seitens der Landesregierung.

Die Freien Demokraten schlagen die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Gründer und Startups vor. Künftige Unternehmer sollen in einem „One-Stop-Verfahren“ sämtliche Formalitäten in einem einzigen Schritt klären können. Die Unternehmensgründung soll dann sofort, spätestens innerhalb von 48h und bis auf Widerruf möglich sein.

Wir wollen Unternehmen nach der Gründung darüber hinaus für einen Zeitraum von 2 Jahren von bürokratischen Lasten – wie der Zwangsmitgliedschaft in Kammern und Verbänden, der Pflicht zur Teilnahme an statistischen Erhebungen und sonstigen Befragungen befreien, damit sie sich vollständig auf die Entwicklung ihres Unternehmens konzentrieren können. Zusätzlich ist es notwendig, die Förderkulisse stärker auf die Bedürfnisse von Gründern und Startups auszurichten. Die Investitions- und Förderbank des Landes muss dazu moderne und zinsgünstige Startup-Kredite anbieten, sowie die Fördermöglichkeiten bündeln.

Wir wollen, dass Gründer und Kreative ihre Potentiale endlich ausschöpfen können und nicht an bürokratischen Hemmnissen scheitern. Die Gründer von heute sind der Mittelstand von morgen. Wir haben alle Möglichkeiten. Nutzen wir sie!“

Unser digitales Wirtschaftswunder schaffen

Unser digitales Wirtschaftswunder schaffen

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Foto: Benjamin Diedering

Naumann-Stiftung diskutiert Digitalwirtschaft / Christian Lindner, Dr. Hubertus Porschen und Horst Wenske in Magdeburg / Sitta: Chancen vor Risiken

(Magdeburg). Sachsen-Anhalt ist laut aktueller Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung bundesweit letzter im Breitbandausbau und mit 0,2 Prozent absolutes Schlusslicht in der deutschen Gründerszene laut Startup-Monitor 2015 des Bundesverbandes Deutsche Startups.
In einer Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit am gestrigen Abend in der Otto-von-Guericke-Universität diskutierten der Bundesvorsitzende der Freien Demokraten, Christian Lindner, mit Dr. Hubertus Porschen, Vorsitzender des Bundesverbandes Junge Unternehmer, und Horst Wenske, designierter Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, über die Möglichkeiten im digitalen Entwicklungsland Sachsen-Anhalt.

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Ralf Geißler, Christian Lindner, Horst Wenske, Dr. Hubertus Porschen (vlnr.) – Foto: Benjamin Diedering

Christian Lindner regte an, zur Verbesserung der Infrastruktur und des Breitbandausbaus grundsätzlich über neue Finanzierungsmodelle nachzudenken. Die Verfügbarkeit schnellen Internets sei ein wichtiger Standortfaktor, gerade für mittelständische Betriebe. Es brauche jetzt Vorfahrt für Investitionen in Verkehr, Bildung und vor allem den Ausbau des Breitbands.

Der Hochschulstandort Magdeburg sei eine Riesen-Chance, um Gründerkultur zu etablieren, sagte der  Dr. Porschen. Außerdem hob er die Notwendigkeit für Investitionen in neue Bildungskonzepte hervor: „Daten sind unsere neue Währung und den Menschen wird es nicht beigebracht.“

Der Serien-Entrepreneur Horst Wenske forderte einen IT-Hightech-Inkubator für Magdeburg und sieht Chancen für das Land mit Geschäftsmodellen des Data Mining oder auch einer Spezialisierung auf autonomes Fahren sowie Telemetrie.

Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Dr. hc Karl-Heinz-Paqué, Stellvertrender Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Frank Sitta, Landesvorsitzender Freien Demokraten Sachsen-Anhalt eröffnet.

“Alle reden immer nur über die Risiken, wenn es um Digitalisierung geht. Dabei stünde es einem Land wie Sachsen-Anhalt doch gerade gut zu Gesicht, zunächst einmal die Chancen in den Blick zu nehmen”, sagte Sitta in seiner Eröffnungsrede.

Der Journalist Ralf Geißler übernahm die Moderation.

Sitta: Sachsen-Anhalt braucht neuen Gründergeist

Breitbandausbau: Prioritäten setzen statt ambitionierte Versprechungen machen!

Frank Sitta

Foto: Benjamin Diedering

Sachsen-Anhalt Schlusslicht bei Internetnutzung / Sitta: Breitbandausbau ist Daseinsvorsorge / 50 MBit/s reichen nicht

(Magdeburg / Halle). Dass Sachsen-Anhalt Schlusslicht in Deutschland in Sachen Internetnutzung ist, zeigt, dass es der Landesregierung bisher nicht nur an Ambitionen, sondern auch an einer zukunftsorientierten Einstellung beim Thema Digitalisierung fehlt.

So begrüßenswert der Beschluss konkreter Maßnahmen, wie beispielsweise der Breitbandausbau bis 2018 auch ist, so wichtig ist es auch, dass die Bedeutung der Digitalisierung von der Landesregierung nicht länger verkannt wird.

50 Mbit pro Sekunde flächendeckend bis 2018 werden am Wettbewerbsnachteil Sachsen-Anhalts – sowohl gegenüber den anderen Bundesländern als auch international – nichts ändern.

„Der Breitbandausbau und die Verbesserung der digitalen Infrastruktur ist nicht nur eine Maßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger, sondern unerlässlich für die wirtschaftliche Zukunft des Landes“, so der Landesvorsitzende der Freien Demokraten, Frank Sitta.

Vor allem für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt ist der Breitbandausbau von größter Bedeutung, da die zukünftige Standortattraktivität Sachsen-Anhalts von einer belastbaren digitalen Infrastruktur maßgeblich abhängt. Darüber hinaus ist schnelles Internet auch und gerade für die Schulen, Hochschulen und Universitäten in Sachsen-Anhalt von enormer Wichtigkeit.

„Der Fokus muss darauf liegen, die Bedeutung der Digitalisierung als Daseinsvorsorge der Zukunft zu erkennen. Im ländlichen Raum verzichtet man ja auch nicht auf einen Anschluss an die Wasserversorgung, weil es sich vermeintlich nicht lohne“, so der Landesvorsitzende abschließend.

Frank Sitta: Möllring muss gehen! Sofort!

Frank Sitta: Möllring muss gehen! Sofort!

BIP-Wachstum im ersten Halbjahr 2015 preisbereinigt bei 0% / Freie Demokraten fordern Rücktritt von Wirtschaftsminister Hartmut MöllringFrankSitta_2015_Homepage

(Magdeburg / Halle). Nachdem Sachsen-Anhalt laut jüngster Zahlen des Statistischen Landesamtes beim Wirtschaftswachstum mit preisbereinigten 0 % erneut Schlusslicht aller 16 Bundesländer ist, hat der Landesvorsitzende der Freien Demokraten, Frank Sitta, den sofortigen Rücktritt von Wirtschaftsminister Möllring gefordert:

„Wenn Ministerpräsident Haseloff unter allen Regierungschefs der Länder die schlechteste Beurteilung erfährt, ist dies für Sachsen-Anhalt vielleicht noch zu verkraften. Nicht hingenommen werden kann aber, dass das Land seit 2011 die ‚rote Laterne‘ beim Wachstum unter allen Ländern trägt“, erklärt Sitta.

Hier rächt sich, dass Minister Möllring von Anfang an sein Amt in Altersteilzeit geführt hat. Ihm fällt offenbar nichts besseres ein, als seine Untätigkeit nach jeder neuen Hiobsbotschaft wortreich zu erläutern. Die Wahrheit ist jedoch, dass Sachsen-Anhalt unter der jetzigen Landesregierung bereits seit vier Jahren Schlusslicht ist.

„Es ist allerhöchste Zeit, den Teilzeitminister Möllring in den Ruhestand zu schicken und damit zu beginnen, die Wirtschaftspolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen und zur Chefsache zu machen. Wir müssen zu einer mittelstands-, gründer- und investitionsfreundlichen Förder- und Ansiedlungspolitik zurückkehren, wenn unser Land eine Zukunftsperspektive haben soll“, so Sitta abschließend.

Zu den Zahlen des Statistischen Landesamtes geht es hier entlang:

https://www.statistik.sachsen-anhalt.de/Internet/Home/Veroeffentlichungen/Pressemitteilungen/2015/09/89.html

Frank Sitta: Möllring muss gehen! Sofort!

Startupmonitor 2015: Sachsen-Anhalt bleibt bei Gründungen Entwicklungsland

FrankSitta_2015_HomepageStudie des Startup-Verbandes sieht großen Nachholbedarf für Sachsen-Anhalt / Sitta: Brauchen Gründeroffensive

(Magdeburg / Halle / Berlin). Der heute veröffentliche Startup-Monitor 2015 des Bundesverbandes Deutsche Startups zeigt große Defizite und dringenden Nachholbedarf bei Unternehmensneugründungen für Sachsen-Anhalt auf. Nach der deutschlandweit größten Studie in diesem Bereich haben lediglich 0,2% der neuen und innovativen Startups ihren Hauptsitz in Sachsen-Anhalt. Bestimmte Erhebungen  der Studie konnten im Hinblick auf das Bundesland wegen der zu geringen Fallzahlen überhaupt nicht vorgenommen werden.

Zum Ergebnis der Untersuchung erklärt Frank Sitta, Landesvorsitzender der Freien Demokraten:

„Das ist ein fatales Ergebnis für Sachsen-Anhalt. Es zeigt nicht nur, dass unser Land im Bereich von Startups und Unternehmensneugründungen nach wie vor Entwicklungsland ist, sondern auch, dass die Landesregierung eine wichtige Zukunftsperspektive verschläft. Denn die Startups von heute sind der Mittelstand von morgen.“

Sitta forderte gleichzeitig eine Gründeroffensive für Sachsen-Anhalt:

„Die Politik muss endlich anfangen, passendere Rahmenbedingungen für Gründer und Investoren zu schaffen und ihre Anliegen ernster zu nehmen. Dazu gehört beispielsweise Entbürokratisierung, effektive und simple Gründungsförderung, Erleichterungen bei der Kapitalbeschaffung, besseren Austausch zwischen Politik und Wirtschaft und mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Unternehmertum. Das gilt besonders vor dem Hintergrund, dass die Wahlbeteiligung unter jungen Gründern bei weit über 90 Prozent liegt.“

Zum kompletten Startup-Monitor geht es hier: http://deutscherstartupmonitor.de/fileadmin/dsm/dsm-15/studie_dsm_2015.pdf

“Deutschland braucht eine Mentalitätsreform!”

“Deutschland braucht eine Mentalitätsreform!”

Christian Lindner und Frank Sitta | Foto: Benjamin Diedering

FDP-Chef Christian Lindner besucht den Startup-Dialog in Halle / 400 Gäste sprechen über Gründerkultur 

(Halle an der Saale). Unter dem Motto „Sachsen-Anhalt geht besser“ hatte die FDP- Fraktionsvorsitzendenkonferenz zum Startup-Dialog ins Technische Halloren- und Salinemuseum nach Halle eingeladen, um mit Bürgern, Firmengründern und Interessierten über Gründerkultur, Wirtschaftspolitik und die Voraussetzungen für neue Unternehmen in Sachsen-Anhalt zu sprechen.

Ca. 400 Gäste folgten der Einladung und fanden sich bei bestem Wetter, Getränken, Snacks und elektronischer Musik im Innenhof des Salinemuseums ein, um in echter “Gründeratmosphäre” zu lauschen, was Christian Lindner, Frank Sitta und die eingeladenen Unternehmer zu sagen hatten.

Passend zum Motto begrüßte Frank Sitta, der vor kurzem neu gewählte Landesvorsitzende der Freien Demokraten Sachsen-Anhalt die anwesenden “Optimisten, Macher und Mutbürger”, bevor Christian Lindner, Bundesvorsitzender und Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, seine Rede hielt.

“Wir brauchen eine Mentalitätsreform in Deutschland”, rief er seinen Zuhörern zu und ergänzte: “Neue Unternehmen – das ist so etwas wie die Hefe im Teig einer Gesellschaft.” Lindners Konzept, Firmengründungen zu erleichtern, besteht aus den drei “Ks”: Köpfe, Kapital und Kultur. Damit meint er weltbeste Bildung, Abbau von bürokratischen Hemmnissen und erleichterter Zugang zu Risikokapital sowie ein Umdenken in der Mentalität der Menschen.

“Bei uns wird Ihnen niemand Ihren Erfolg neiden. Aber wir wollen vor allem die Partei für alle diejenigen sein, die es noch nicht geschafft haben, die es noch schaffen wollen“, sagte Lindner. Und weiter: “Die größte Bedrohung für Freiheit und Entrepreneurship in unserem Land ist die Bürokratie, die sich mit ihren Tentakeln auch noch in den letzten Lebensbereich einmischen will.“
Im Anschluss an Lindners Impulsvortrag sprachen Ali Mahlodji (whatchado, Wien), Dr. Rolf Kluge (APPSFactory, Leipzig), Jörg Schnurre (pinkwhy, Dessau) und Mathias Dögel (Dögel GmbH, Kabelsketal) mit Christian Lindner und den Gästen über ihre ganz persönlichen Gründergeschichten, Stolpersteine, Startschwierigkeiten und Erfolge.

Dabei schilderte Ali Mahlodji eindringlich, wie ihn seine persönliche Biografie als Flüchtling aus dem Iran zum Gründer machte.

„Meine Eltern hatten alles verloren und wir standen vom ersten Tag an mit dem Rücken zur Wand“, so Mahlodji. Er ist sich sicher, dass er sich ohne diesen Hintergrund nicht so viel zutrauen würde. Denn spätestens in der Schule würde den Kindern die Angst vor dem Scheitern anerzogen: „Wenn man einen Test mit 20 Fragen schreibt, dann heißt es am Ende: Du hast vier Fehler. Niemand sagt: Du hast 16 Richtige.“ Mahlodji forderte ein Ende dieser „Fehlerkultur“.

Anhand seiner Erfahrungen mit dem großen Konkurrenten Microsoft erläuterte Matthias Dögel, dass ein Unternehmer auch mit Niederlagen umgehen können müsse. „Viele Menschen seien bei einem Rückschlag wie blockiert“, so Dögel. Dies sei aber genau die falsche Reaktion. Man müsse vielmehr seine Strategien ändern und anpassen.

Jörg Schnurre gab einen drastischen Einblick in die Gründerrealität in Sachsen-Anhalt. Man verbringe viel Zeit mit der Beschaffung von Informationen, weil es vor Ort kaum kompetente Ansprechpartner gebe. Ohne ausreichende Sicherheiten Kapital zu bekommen, sei sehr schwer. „Ein Wort wie ‚Business-Angel‘ ist hier unbekannt“, erklärte Schnurre. Sein Vorschlag: Die Schaffung von „Crowd-Angels“. „Zwei, drei Leute sollten sich zusammentun und ein Projekt finanzieren“, so Schnurre.

Für Rolf Kluge hängt der Erfolg seines Leipziger Unternehmens wesentlich von der guten Infrastruktur ab. „Wir sitzen ständig im Zug auf dem Weg zu Kunden“, so Kluge. Andere Städte in Sachsen-Anhalt, z.B. Halle, seien ähnlich verkehrsgünstig gelegen. Zudem regt er Kooperationen zwischen den Städten an. Seine Botschaft: Auch Sachsen-Anhalt hat Chancen. Es muss sie nur nutzen.

Im Anschluss an den Startup-Dialog klang der Abend beim Sommerfest der Hallenser Freien Demokraten aus.

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