Hüskens: Schulentwicklungsplanung ist falsches Zeichen für den ländlichen Raum

Hüskens: Schulentwicklungsplanung ist falsches Zeichen für den ländlichen Raum

Als geradezu fatal für die Entwicklung im überwiegend ländlichen Raum Sachsen-Anhalts bezeichnete Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt die Schulstrukturplanung, die das Kultusministerium heute vorgestellt hat.

Der FDP spricht sich vor allem im ländlichen Bereich für den grundsätzlichen Erhalt der Schullandschaft im Bereich der Grundschulen aus. Die Bedeutung einer Grundschule für die Gemeinde geht weit über die Wissensvermittlung an die Schüler hinaus. Wenn der ländliche Raum in Sachsen-Anhalt lebenswert bleiben soll, dürfen nur noch in absoluten Ausnahmefällen Schulen geschlossen werden. “Die Schule muss im Dorf bleiben – sonst stirbt das Dorf”, so Hüskens.

“Wenn die Infrastruktur weiter reduziert wird und die Lebensqualität gesenkt, setzt die Koalition in Sachsen-Anhalt Akzente, die ihren Zielen, etwa bei der Demografie komplett zuwider laufen, ganz unabhängig davon, wie die SPD ihren Wählern erklären will, warum sie nun im Schulbereich tatsächlich den Rotstift ansetzt, anstatt den Malerpinsel, wie im Wahlkampf versprochen.

Hüskens: Schulentwicklungsplanung ist falsches Zeichen für den ländlichen Raum

Hüskens: Die SPD in Sachsen-Anhalt bläst zum Großangriff auf den ländlichen Raum

Als ideenlos bezeichnete die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt Dr. Lydia Hüskens das Konzept der SPD, mit dem sie massenhaft Schulschließungen durchdrücken will.

“Statt platt kleinere Schulstandorte zu schließen und damit die Lebensqualität im ländlichen Räumen deutlich zu verschlechtern, sollte die SPD modernere Wege gehen,” so Hüskens. Vorstellbar wäre insbesondere in der Altmark auch die Durchführung des Unterrichts per Internet, wie er in anderen Staaten üblich ist, in denen die tägliche Fahrt zur Schule nicht zumutbar ist und die Kinder für eine Internatsunterbringung zu jung sind. Dort würden Schüler klassenübergreifend durch einen Erzieher beaufsichtigt, während der Unterricht selber von Lehrern per Internet erfolgt. Denkbar sind auch Modelle mit einem Wechsel von Präsenzphasen und Unterricht per Internet. Damit sind die erforderlichen Einsparungen ebenso zu erreichen, wie mit den derzeitigen Planungen. Es blieben aber die erheblichen negativen Effekte aus, die die Schließungen von Schulen haben. “Wer zieht in einen Ort, von dem die nächste Grundschule mehr als eine halbe Stunde Fahrt, ohne zufriedenstellende ÖPNV-Anbindung entfernt ist?” so Hüskens.

Mit der Schule verschwindet ein wichtiger Haltefaktor für die Menschen. Damit steht dies im Gegensatz zu allen Überlegungen zum demografischen Wandel. “Vielleicht ist die Konzentration auf wenige größere Orte im Land von den Sozialdemokraten gewollt, liberalen Vorstekkungen entspricht dies nicht”, so Hüskens.

Kulturschultüte zum sechsten Mal verteilt

Kulturschultüte zum sechsten Mal verteilt

Auf Initiative der FDP-Ratsfraktion hatte der Magdeburger Stadtrat 2007 beschlossen, die „Aktion Kulturschultüte für Magdeburger Erstklässler“ durchzuführen

Die Magdeburger ABC-Schützen sollen durch diese Aktion angeregt werden, sich mit den kulturellen Angeboten ihrer Heimatstadt zu beschäftigen. Wichtiges Ziel ist auch, die Lesefähigkeiten möglichst frühzeitig zu entwickeln und zu unterstützen. Erstmals konnten diese „Kulturschultüten“ im Beschlussjahr überreicht werden. Die Resonanz bei Kindern, Eltern und Lehrern war überaus positiv. Den Initiatoren des Projektes ist es – auch dank der Unterstützung des Dezernates Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt – gelungen, erneut eine Vielzahl von Partnern für die Idee zu begeistern, Kinder möglichst frühzeitig an das Lesen von Büchern heranzuführen und die kulturelle Frühorientierung zu fördern.

An der Aktion beteiligen sich in diesem Jahr das Theater Magdeburg, das Konservatorium und der Magdeburger Knabenchor, der Zoo, das Puppentheater, die Jugendkunstschule, die Magdeburger Museen, der Elbauenpark und die Stadtbibliothek sowie die Grüne Zitadelle von Magdeburg, die Minigolfanlage Lerchenwuhne und der Verband der Magdeburger Stadtführer. Finanziell und mit kleinen Präsenten unterstützt wird es von der Stadtsparkasse Magdeburg, den SWM und den MVB. Darüber hinaus stellt der 1. FCM für jeden Erstklässler einen Gutschein für eine Freikarte zur Verfügung.

Die Magdeburgische Gesellschaft von 1990 hat die Fäden zusammengeführt und dafür Sorge getragen, dass die Schülerinnen und Schüler den lustigen Beutel zum Schuljahresbeginn mit nach Hause nehmen können, um gemeinsam mit den Eltern – und vielleicht auch den Lehrern – zu entscheiden, was sie besonders interessiert. Ca. 1 925 Schülerinnen und Schüler werden in diesem Schuljahr an 45 Grund- und Förderschulen der Landeshauptstadt eingeschult. Jede Kulturschultüte besteht aus 20 Teilen, so dass über 38 500 Einzelteile verpackt werden mussten.

Ein besonderes Präsent ist auch in diesem Jahr das Ausmalheft „Mein Magdeburg“, gesponsert von der Stadtsparkasse Magdeburg. Mit dem Lese- und Ausmalbuch lernen die Kinder ihre Heimatstadt besser kennen. Es lädt ein, die Sport- und Kulturstätten der Landeshauptstadt zu besuchen und als außerschulische Lernorte zu nutzen. Dazu dient auch ein ausführliches Adressverzeichnis mit weiterführenden Informationen am Ende des Heftes. Das Heft ist somit ein Kulturwegweiser, der fächerübergreifende Zugänge zum Thema „Magdeburg“ eröffnet.

Schiere Größe ist kein Wert an sich – FDP bekennt sich zur Fläche

Schiere Größe ist kein Wert an sich – FDP bekennt sich zur Fläche

Für den Erhalt der kleinen Schulen sprach sich der Landesvorstand der FDP auf seiner Landesvorstandssitzung am 12. Juli 2012 nach einem Gespräch mit Fachvertretern und den Liberalen Mandatsträgern aus den Kreis- und Stadträten aus.

„Die Bedeutung einer Grundschule geht weit über die Wissensvermittlung hinaus. Wenn wir die ländlichen Räume in Sachsen-Anhalt lebenswert erhalten wollen, dürfen wir nur noch in absoluten Ausnahmefällen Schulen schließen. Die Schule muss im Dorf bleiben – sonst stirbt das Dorf“, so Veit Wolpert.

Der Landesvorsitzende der FDP warf zugleich der SPD vor, ihr Wahlversprechen zu brechen, alle Schulen nicht nur zu erhalten, sondern auch zu sanieren. Auch für die Liberalen seien grundsätzlich die 60 Schüler bei Grundschulen die Untergrenze, aber wenn die Schülerzahl unter die geforderten 60 Schüler sinke, dürfe dies nicht automatisch zur Schließung der Schule führen. Als absolut indiskutabel bezeichnete Wolpert die Vorgehensweise für die Förderung aus STARK III eine Schülerprognose bis 2023 von mehr als 100 Schülern zu fordern. „Niemand kann heute Schülerzahlen über das Jahr 2018 hinaus valide kalkulieren. Damit wird bürokratischer Willkür Tür und Tor geöffnet“, so Wolpert.

Statt jetzt unkreativ die kleineren Schulen im ländlichen Raum zu schließen und Eltern und Schüler im Regen stehen zu lassen, sollte die Landesregierung mehr Kreativität walten lassen. Dabei sollten aus Sicht der Liberalen bei Schulen unter 60 Schülern folgende Aspekte geprüft werden, um die Effizienz der Schulen zu steigern:

– Konzentration der Verwaltung und Schulleitung mehrerer Schulen an einem Standort und flexibler Einsatz der Lehrer
– Gerade im Grenzbereich den Abschluss von Vereinbarungen mit den Nachbarländern über durchlässige Schullaufbahnen und die Beschulung von Kindern im jeweiligen Nachbarland
– Übertragung des Personals auf die Kommunen und damit Personal- und Sachkosten in einer Hand beim Schulträger
– Aufhebung der Schuleinzugsgebiete
– vermehrte Kooperationen der Schulen mit den Vereinen, Verbänden und öffentlichen Institutionen des Ortes und der Region.

Dabei ist auch den Liberalen bewusst, dass fehlende Junglehrer und die Veränderung der Schullandschaft durch die Inklusion zusätzliche Anforderungen an die Schulstrukturen stellen werden. Der Landesvorstand hat beschlossen, ein alternatives Konzept für den Grundschulbereich zu erarbeiten und mit den Kreisverbänden zu diskutieren.

„Schiere Größe ist kein Wert an sich – FDP bekennt sich zur Fläche“

Beschluss des Landesvorstandes

Vorbemerkung: Gut 60 der 505 öffentlichen Grundschulen in Sachsen-Anhalt droht wegen zu geringer Schülerzahlen in den nächsten Jahren das Aus. Insgesamt 87 Grundschulen haben derzeit weniger als 60 Schüler, sechs davon sind sogar Zwergschulen mit weniger als 40 Schülern. Die Zwergschulen will die Landesregierung schließen, von den übrigen 81 mindestens zwei Drittel zur Disposition stellen.

Der FDP-Landesvorstand spricht sich für den grundsätzlichen Erhalt der Schullandschaft im Bereich der Grundschulen aus. Die Bedeutung einer Grundschule für die Gemeinde geht weit über die Wissensvermittlung an die Schüler hinaus. Wenn die ländlichen Räume in Sachsen-Anhalt lebenswert erhalten werden sollen, dürfen nur noch in absoluten Ausnahmefällen Schulen geschlossen werden. Die Schule muss im Dorf bleiben- sonst stirbt das Dorf.

Statt jetzt unkreativ die kleineren Schulen im ländlichen Raum zu schließen und Eltern und Schüler im Regen stehen zu lassen, sollte die Landesregierung mehr Kreativität walten lassen. Dabei sollten aus Sicht der Liberalen bei Schulen unter 60 Schülern folgende Aspekte geprüft werden, um die Effizienz der Schulen zu steigern:

  • Konzentration der Verwaltung und Schulleitung mehrerer Schulen an einem Standort und flexibler Einsatz der Lehrer
  • Gerade im Grenzbereich den Abschluss von Vereinbarungen mit den Nachbarländern über durchlässige Schullaufbahnen und die Beschulung von Kindern im jeweiligen Nachbarland
  • Übertragung des Personals auf die Kommunen und damit Personal- und Sachkosten in einer Hand beim Schulträger
  • Aufhebung der Schuleinzugsgebiete
  • vermehrte Kooperationen der Schulen mit den Vereinen, Verbänden und öffentlichen Institutionen des Ortes und der Region

Der Landesvorstand erarbeitet ein alternatives Konzept für den Bereich der Grundschulen und berücksichtigt dabei auch das Problem des sich abzeichnenden Lehrermangels aufgrund des Ausscheidens zahlreicher Lehrer aus dem aktiven Schuldienst und die Veränderung der Schullandschaft durch die Inklusion, die zusätzliche Anforderungen an die Schulstrukturen stellen wird. Zusätzlich ist zu prüfen, ob eine Verlagerung des letzten KiTA-Jahrganges an die Grundschule zu
effizienteren Strukturen und einer besseren Bildung im elementaren und primären Bereich führen kann.

Das Konzept soll in den Gliederungen und mit dem Landesfachausschuss diskutiert werden, bevor es dem Parteitag vorgelegt wird.

Politische Kernkompetenzen

Beschluss des Landesvorstandes

Der FDP Landesverband Sachsen-Anhalt konzentriert sich in seiner außerparlamentarischen Arbeit auf die Kernkompetenzen liberaler Politik, Wirtschaft, Bildung, Bürgerrechte, und stärkt damit seine Alleinstellungsmerkmale im Parteienspektrum.

  1. Wirtschaft
    Die FDP ist die einzige Partei, die die Interessen des Mittelstandes vertritt, weil sie nicht nur wirtschaftliche Kompetenz hat, sondern die Tugenden der Leistungswilligen wie Fleiß, Disziplin, Mut und Verantwortung verinnerlicht hat.
  2. Bildung
    Die FDP ist die einzige Partei, die für Bildungsgerechtigkeit steht, weil sie nicht nur das gegliederte Schulsystem verteidigt, sondern daran festhält, dass unterschiedliche Begabungen auch unterschiedliche Förderungen benötigen.
  3. Bürgerrechte
    Die FDP ist die einzige Partei,  die die Rechte der Bürger verteidigt, weil sie sich nicht nur dem Sicherheitswahn verweigert,  sondern  im Zweifel für die Freiheit steht.