Sitta: Verzerrte Zwischenbilanz der Kenia-Koalition

“Ein langes Jahr Kenia mit mehr Tiefen als Höhen liegt hinter uns. Das einzige was Herr Haselhoff zum desolaten Zustand seiner Regierung vorbringt, ist das Bild einer gemütlichen Camping-Runde am Lagerfeuer. Alle wissen jedoch, die Reserven sind bald verbraucht und das Feuer erlischt in Kürze“, resümiert Frank Sitta, Landesvorsitzender der Freien Demokraten.

Uns als Freie Demokraten interessiert die Frage: Was genau hat die Kenia Regierung eigentlich genau vorangetrieben?

Was wir aktuell wissen:

  • Die Kenia Koalition gibt es nach einem Jahr noch.
  • Claudia Dalbert verkündete nach einem Jahr Kenia, man sei noch immer dabei sich zusammenzuraufen. Man hat allerdings eher den Eindruck, es geht darum, miteinander zu raufen.
  • Gemeinsame inhaltliche Projekte sind Mangelware.
  • Einen konkreten Kurs, gar eine Vision gibt es nicht.
  • Das Trio “bekämpft” die Politik die sie seit über zehn Jahren zuvor verfolgt hat: Einsparungen bei Lehrern, Polizei und sonstiger Verwaltung.
  • Rekordhaushalt: Es wird so viel Geld wie noch nie in Sachsen-Anhalt ausgegeben.
  • Affären bei CDU (Güssau) und SPD (Felgner).

Was wir nicht wissen:

  • Wie tragfähig wird diese Regierung noch sein, wenn die 160 Millionen plus x im Landeshaushalt gesucht werden müssen, denen aktuell noch keine Einnahmen gegenüberstehen.
  • Was tut die Koalition generell dafür, um die Einnahmenseite zu verbessern?
  • Wie sieht die Zukunftsvision für unser Land aus? Bleibt Sachsen-Anhalt dauerhaft im Camping-Modus oder ist auf absehbare Zeit auch mal mehr drin?

Was Sachsen-Anhalt jetzt voran brächte, wäre eine konsequente Haushaltspolitik und die Besinnung auf die Kernthemen Wirtschaft, Bildung und die Verbesserung der Zukunftsfähigkeit des Landes.

EU-Fördermittel dürfen nicht verfallen

EU-Fördermittel dürfen nicht verfallen

“Wir fordern das Land Sachsen-Anhalt auf, die Regeln so zu fassen, dass eine Inanspruchnahme der Finanzmittel zur Ergänzung eigener Mittel sinnvoll ist“, erklärt Dr. Lydia Hüskens, Landesvorstand der Freien Demokraten.

200 Millionen Euro EU-Gelder hat Sachsen-Anhalt in den letzten sechs Jahren nicht verbrauchen können. Gerade in den Bereichen Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarkt sind die wichtigen Fördermittel ungenutzt geblieben.

„Andere Bundesländer schaffen es auch ihre Mittel auszuschöpfen“, ergänzt Hüskens.

EU-Fördermittel dürfen nicht verfallen

Hüskens: Poker um den Landeshaushalt

Die Einnahmen und Ausgaben des Haushaltsjahres 2017 belaufen sich auf 11,2 Milliarden  Euro, für 2018 sind sogar 11,3 Milliarden Euro geplant. “Dieser Landeshaushalt ist kein Gestaltungshaushalt, sondern ein Haushalt der Unvernunft”, so Hüskens. „Kenia kauft sich seinen Spielraum auf Kosten kommender Haushalte. Wir verfügen aktuell über die höchsten Steuereinnahmen in der Geschichte Sachsen-Anhalts. Zu diesem Zeitpunkt die Reserven anzutasten ist absolut fahrlässig, “ warnt Hüskens. Der Haushalt zeigt zudem, wie gering der Rückhalt ist, den Finanzminister Schröder in dieser Regierung hat. Die Reden von AfD und Linken machen allerdings deutlich, dass auch dort keine alternativen Konzepte bestehen.

Die Entnahme aus der Steuerschwankungsreserve, die eigentlich für Jahre mit niedrigen Steuereinnahmen vorgesehen ist, steigt auf über 300 Millionen Euro. Über 160 Millionen Ausgaben haben aktuell noch keine Gegenfinanzierung. Die Haushaltsaufstellung für die beiden laufenden Haushaltsjahre vermittelt den Eindruck, als ob es für Kenia kein Morgen gebe.  Für konjunkturelle Schwankungen, niedrigere Steuereinnahmen, höhere Zinsen oder Tarifabschlüsse, die die Landesbediensteten an die Vergütungen der kommunalen Angestellten heranführen würden, gibt es jetzt keinerlei Reserven mehr.

Sitta: Teurer Staatseingriff bei Mifa

Sitta: Teurer Staatseingriff bei Mifa

Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat offenbar 4,5 Millionen Euro zu viel für das Grundstück des insolventen Fahrradherstellers Mifa gezahlt (lt. MDR – Bericht 1. März). Was als Anschubfinanzierung Arbeitsplätze sichern sollte, fällt dem Landkreis in Millionenhöhe auf die Füße.

„Hier zeigt es sich einmal mehr, dass sich der Staat aus wirtschaftlichen Prozessen heraushalten muss“, betont Frank Sitta, Landesvorsitzender der FDP Sachsen-Anhalt. Kathrin Tarricone, Kreisvorsitzende Mansfeld-Südharz ergänzt: „Landrätin Klein ist gefordert, schnell Klarheit zu schaffen, ob der Landkreis den Kaufpreis damals realistischer hätte bewerten müssen. Auch mitten im Wahlkampf gelten Recht und Gesetz. Damals wie heute.“

So nachvollziehbar der Impuls ist, wichtigen Unternehmen zu helfen, um die Arbeitsplätze zu retten: Ein Unternehmen, welches am Markt nicht bestehen kann, sollte nicht künstlich mit Steuergeldern erhalten werden. Seit 2014 wurde eine zweistellige Millionensumme durch das Land Sachsen-Anhalt und den Landkreis Mansfeld-Südharz „investiert“ mit dem Ergebnis, dass für 250 Mitarbeiter eine Zukunft ungewiss ist.

Sitta: Teurer Staatseingriff bei Mifa

Fachkompetenz statt Frauenquote: Profis in die Aufsichtsräte

Die Freien Demokraten Sachsen-Anhalt fordern das Hauptaugenmerk bei der Besetzung von Aufsichtsräten auf die Qualifikation und die Fachkompetenz zu legen, anstatt sich mit der  der Erfüllung einer Frauenquote zu beschäftigen. Eine gleichmäßige Verteilung der Mandate auf beide Geschlechter sei zwar wünschenswert, die Erfüllung dieses Wunsches dürfe dabei aber nicht den eigentlichen Zweck der Aufsichtsräte aus dem Auge verlieren.  „Einer Quote nachzueifern und dabei weniger auf Fachkompetenz zu achten ist der falsche Weg“, kritisiert Frank Sitta, Landesvorsitzender der Freien Demokraten.

Die FDP Sachsen-Anhalt reagiert damit auf den aktuellen Koalitionsstreit, der vorsieht 50 Prozent der Aufsichtsratsstellen im Land mit Frauen zu besetzen.

Bei der Vergabe der Mandate für das Kontrollgremium soll zukünftig die Fachkompetenz das entscheidende Kriterium sein. Frank Sitta weiter:

„Wir müssen erreichen, dass gerade bei Unternehmen der öffentlichen Hand betriebswirtschaftliche und die jeweiligen fachlichen Kenntnisse das Qualifikationskriterium sind – nicht Beziehungen oder die schlichte Tatsache, irgendein öffentliches Amt zu bekleiden.“

FDP diskutiert mit der IHK über die aktuelle Lage der Wirtschaft im Kammerbezirk Magdeburg

FDP diskutiert mit der IHK über die aktuelle Lage der Wirtschaft im Kammerbezirk Magdeburg

Auf Einladung des Landesfachausschusses Wirtschaft und Wissenschaft und der Liberalen Initiative Mittelstand diskutierten am 18. Juli 2012 interessierte Bürger gemeinsam dem Vizepräsidenten der IHK Magdeburg Rolf Lay über die aktuelle Lage der Wirtschaft im Kammerbezirk Magdeburg.

Der Fachausschussvorsitzende Allard von Arnim konnte in Magdeburg zahlreiche Gäste, unter denen sich auch der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt Marcus Faber und der Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann befanden, zu diesem interessanten Gesprächsabend begrüßen.

Lay skizzierte den Zuhörern einführend die Entwicklung der Unternehmen in der Region, deren Erwartungen insgesamt abfallend sind. Auch der Wirtschaftsklimaindex zeigt seit Jahresbeginn eine abfallende Tendenz, dennoch ist die Lage der Unternehmen positiver einzuschätzen, als es ihre Erwartungen es prognostizierten. Der Trend zeigt auch, dass es in naher Zukunft nicht zu größeren Einstellungswellen kommen.

Dennoch werden in verschiedensten Branchen, Fachkräfte dringend benötigt. Laut einer aktuellen Umfrage der IHK, geben zwei Drittel der Unternehmen an, vom Fachkräfteproblem betroffen zu sein. Das äußert sich zum einen als quantitatives Problem, weil einfach nicht genügend Arbeitskräfte am Markt verfügbar sind, zum anderen aber auch, weil unzureichende Qualifikationen vorhanden sind.

Sachsen-Anhalt hat ein generell strukturelles Problem, um den Nachwuchs zu halten. Die Faktoren Lohn und Lebensqualität spielen hierbei eine große Rolle, wobei die Lebensqualität stärker gewichtet werden muss. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, müssen bisher ungenutzte Potenziale stärker genutzt werden. Zudem wird es notwendig sein, die qualifizierte Zuwanderung zu stärken.

Die beiden Organisatoren Allard von Arnim und Dr. Uwe Schrader freuten sich über einen gelungenen Abend und versprachen die Veranstaltungsreihe mit weiteren interessanten Gesprächspartnern fortzusetzen.